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Herr Krämer, auf was können sich die Leser

bei „Mordsbrandung“ freuen?

Zum einen können sich die Leser auf die wunder-

barste Landschaft, die ich mir vorstellen kann,

freuen: die Nordsee. Klar braucht es schon ein

wenig Fantasie, um sich das Meer, die Wellen, den

Wind und das Land zwischen den Zeilen vorzustel-

len. Aber es lohnt sich, in diese Welt einzutauchen.

Als Zweites denke ich, dass es für die Fans der Reihe

ein freudiges Wiedersehen mit vielen lieb geworde-

nen Protagonisten geben wird. So zumindest

berichten mir das immer wieder meine Leser. Für

viele sind die Figuren der Langeoog-Krimis so

greifbar und realistisch dargestellt, als würde es sie

tatsächlich geben. Zu guter Letzt kommt natürlich

auch die Spannung nicht zu kurz.

Wie finden Sie immer wieder die

Inspirationen für Ihre Geschichten?

Das ist gar nicht so schwer. Inspiration gibt es im

Grunde doch überall. Unterwegs, auf der Straße,

im Supermarkt, am Strand, beim Bäcker um die

Ecke. Man muss einfach nur mit wachen Sinnen

durchs Leben gehen. Viele der Dinge, die meinen

Protagonisten passieren, habe ich selbst so oder

ähnlich erlebt oder erzählt bekommen. Vor einigen

Jahren zum Beispiel sah ich abends im Nachbardorf

das Martinsfeuer brennen und dachte so bei mir:

„Wow, da stand ja auch schon lange keiner mehr in

der Mitte“. Am selben Abend habe ich begonnen,

„Über deine Höhen“ zu schreiben. Ein Jugendro-

man, in dem eine junge Frau bei einer Halloween-

party mit Schnaps übergossen und ins Feuer

gestoßen wird.

Wie bereiten Sie sich auf Ihre Krimis vor?

Im Grunde gar nicht. Ich setze mich hin, fange an

und schaue mal, wohin die Reise mich so führt. Es

gibt weder einen Leitfaden noch ein Exposé im

Vorfeld. Die Geschichte entsteht während des

Schreibens. Ich beginne zum Beispiel einen Satz, in

dem ein Passant einfach nur so durchs Bild laufen

soll. Am Ende des Satzes kann es aber sein, dass der

dann tot ist. Damit hatte ich im Vorfeld selbst nicht

gerechnet. Es ist einfach so über mich gekommen

und schwups … war der Kerl bei den Fischen. Das

Schreiben funktioniert im Prinzip so, als wenn man

im Kino sitzt und einen unbekannten Film sieht.

Man sitzt einfach da, schaut zu, was im eigenen

Kopf für ein Streifen abläuft und schreibt ihn

einfach auf.

„Mordsbrandung“ spielt auf Langeoog. Haben

Sie eine persönliche Verbindung zu der Insel?

Nein, nicht speziell zu Langeoog. Ich habe aber eine

besondere Beziehung zur Nordsee. Wenn es so

etwas wie einen Seelenort gibt, dann ist dieser für

mich die Nordsee. Schon als Kind bin ich gern

hingefahren. Meine Frau ist zum Glück auch so ein

„Nordseemensch“, weshalb es in Bezug auf Urlaubs-

planungen keine Diskussionen gibt. Als ich die

Grundidee zu „Sand im Schuh“ hatte, war schnell

klar, dass die Geschichte nur auf einer autofreien

Insel funktionieren kann. Einem Ort, von dem

jemand bei Sturm nicht so einfach mal eben weg

kann.

Worauf können wir zukünftig von Ihnen

im Bücherregal hoffen?

Auf alle Fälle wird es weitere

lustige und spannende Krimis

geben, die sowohl an der Nordsee

als auch im Westerwald oder

anderswo spielen können. Darüber

hinaus würde ich auch gerne noch

mal was für Kinder machen. Nicht

abwegig finde ich auch Krimis mit

Sci-Fi- oder Fantasieelementen

wie „NEANDER“ oder „Kel-

tenring“. Ideen habe

ich aber noch genug.

Manchmal habe ich

allerdings Angst,

dass ein Leben

nicht ausreicht,

um die vielen

Geschichten,

die in meinem

Kopf herum-

schwirren, alle

aufzuschrei-

ben.

Wer ist bloß die Frau in der Ferienwohnung im Süderdünen-

ring? Martin von Schlechtinger könnte schwören, dass es sich

um seine Tochter Gina Marie handelt. Hat sie etwas mit dem

jungen Burschen zu tun, der morgens tot am Strand liegt? Als

Inselpolizist Onno Federsen auch noch herausfindet, dass Gina

Marie von der Polizei gesucht wird, muss Martin handeln.

Gemeinsam mit Inselpolizistin Lotta Dönges und Nina Moretti

will er der Sache auf den Grund gehen.

Mordsbrandung

Micha Krämer

384 Seiten. Klappenbroschur. ISBN 978-3-8271-9496-1. € 13,00

De Düvel ook! Das ist gar kein Brötchen, das da bei Sonnenauf-

gang im Wasser treibt. Hinnerk glaubt seinen Augen nicht zu

trauen. Die Erscheinung entpuppt sich als bloßer Mors, der

gerade mal so eben aus dem Wasser ragt. Die Einwohner sind

entsetzt. Jeder erzählt eine andere Geschichte, wie die Tote

umgekommen ist. Zu viele sind verdächtig, aber keiner hat etwas

gesehen. Oder doch? Nur durch listiges Fragen kommen Oma

Pusch und Rita der Sache näher.

FriesenLust

Nané Lénard

368 Seiten

Klappenbroschur

ISBN 978-3-8271-9494-7

€ 13,00